Weltnaturerbe Nationalpark Niedersächsische Wattenmeer

Auf Grund seiner unbeschreiblichen Natur wurde 1986 das Wattenmeer vor der nieder-sächsischen Nordseeküste zum Nationalpark und 1993 von der UNESCO zum Biosphären-reservat erklärt.

Jahrelang hat man sich an der dänisch-niederländisch-deutschen Nordseeküste um Schutz bemüht. Durch die Anerkennung zum Weltnaturerbe hat diese Arbeit endlich seinen Lohn gefunden.

Nationalpark seit 1986

Durch die Anerkennung zum Weltnaturerbe steht das Wattenmeer als Nationalpark zwischen Dollart bei Emden bis zur Außenelbe bei Cuxhaven mit einer Größe von ca 350 Tha unter ganz besonderem Schutz. Verantwortlich für diesen Schutz den die ost-friesischen Inseln mit einschließen ist das Land Niedersachsen.

Nationalparkverwaltung

Zum Schutz des Wattenmeeres hat das Land Niedersachsen die Nationalpark-Verwaltung gegründet, die für die Organisation und Koordination mit anderen Partnern zuständig ist. In vielen Orten gibt es Nationalpark-Häuser, die spannende Ausstellungen zum Nationalpark anbieten. Die Mitarbeiter der Nationalpark-Häuser informieren Besucher gerne über das Wattenmeer und bieten Exkursionen zu unterschiedlichen Themen an. Seit 2015 gibt es zusätzliche Ranger, die sich vor Ort um die Schutzgebiete kümmern, Veränderungen dokumentieren und darauf achten, dass die Regeln im Nationalpark eingehalten werden. Sie stehen außerdem gerne für Fragen zur Verfügung und zeigen Neugierigen auf Exkursionen die besten Stellen, von denen man den Nationalpark beobachten kann, ohne Tiere und Pflanzen zu stören.

Zusammenleben von Mensch und Natur

Im Nationalpark steht die Natur im Vordergrund. Da das Wattenmeer aber auch Lebensgrundlage für viele Menschen ist, müssen unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden. Darum wurden drei Schutzzonen eingeführt, in denen unterschiedliche Regeln gelten. So sollen Mensch und Natur möglichst gut zusammenleben. Das klappt aber nur, wenn sich alle an die Regeln halten und Rücksicht auf die Tiere und Pflanzen im Nationalpark nehmen.

Urlaub in einer der schönsten Naturlandschaften Europas

Das Weltnaturerbe Wattenmeer bietet zu jeder Jahreszeit eine außergewöhnliche Naturlandschaft. Unter dem Einfluss der Gezeiten steht es unter ständiger Veränderung. Wo heute noch weite gleichmäßige Sandflächen sind, können morgen schon mächtige Priele das Watt durchziehen. Muschelbänke, dichte Seegraswiesen und weiches Schlickwatt bieten zahlreichen Tierarten Nahrung. Blühende Salzwiesen im ausgedehnten Deichvorland und auf den Inseln wechseln sich mit weißen Stränden und Dünen ab. Die Vielseitigkeit der Landschaft macht das Wattenmeer zu einem einzigartigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Ein besonderer Ort für einen erholsamen Urlaub mit einzigartigen Naturerlebnissen!

Was macht das Wattenmeer so besonders?

Unter dem Einfluss der Gezeiten hat sich das Wattenmeer über Jahrtausende zu einer einzigartigen Landschaft entwickelt. Aus diesem Grund wurde es im Juni 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt und kann nun im gleichen Atemzug mit weltberühmten Naturwundern wie dem Great Barrier Reef in Australien genannt werden.

Eine junge Landschaft

Verglichen mit anderen Landschaften ist das Wattenmeer noch sehr jung. Es ist erst nach der letzten Eiszeit vor rund 7000 Jahren entstanden. Auch heute noch wandelt es sich ständig: Sandplanten und Dünen entwickeln sich im raschen Tempo und werden ebenso schnell wieder abgebaut. Diese Dynamik ist einzigartig. Im Wattenmeer findet man auch heute noch Landschaften in allen Entwicklungsstadien und kann gut nachvollziehen, wie das Wattenmeer in der Eiszeit entstanden ist.

Wunderbare Artenvielfalt

Wer das Wattenmeer genau beobachten wird feststellen wie sich die Natur untereinander arrangiert. Tiere stellen sich auf Pflanzen ein, Pflanzen stellen sich auf Tiere ein, und alle zusammen stellen sich auch auf veränderte Lebensbedingungen ein. Es ist faszinierend! Selbst in der Pandemie hat sich die Natur schnell darauf reagiert. An manchen Orten hat sich die Natur ihren vom Menschen genommenen Lebensraum zurück geholt. Das Watten-meer bietet unzähligen Tieren und Pflanzen Schutz. Darunter Lebewesen, auch Pflanzen die heute fast unbekannt sind. Es sind nicht nur Einheimische die sich dort tummeln. nein auch Gäste machen in diesen Gebieten Rast bevor sie weiter wandern. Kommt einem irgendwie bekannt vor! In der Anzahl leben im Wattenmeer geschätzte 12 Mio. fliegende Gäste die das Wattenmeer als Übernachtungsstätte oder als Kinderzimmer nutzen. Insekten sind dabei nicht mitgezählt. Insgesamt sind es ungefähr 10000 unterschiedliche Pflanzen und Tierarten die das Weltnaturerbe Wattenmeer zudem gemacht haben was es heute ist. Ein schützenswertes Biotop!

Wie wird eine Landschaft Weltnaturerbe?

Dadurch dass, das Wattenmeer immer schon von seinen Anrainern für schützenswert erachtet und entsprechende Maßnahme ergriffen wurden ist die Natur erhalten und gesichert geblieben. Das all hat die UNESCO veranlasst das niedersächsische Wattenmeer mit auf die Liste des Weltnaturerbes zu setzen.